Entdeckst du die Werbung? – Ein digitales Rätsel

Alter ab 8 Jahren

Gruppe 10-15

Dauer 5 Tage á 2 Stunden

Fotografieren und sammeln

Die geplanten „Wimmelbilder“ (bzw. Fotocollagen) sind thematisch ausgerichtet. Möglich sind zum Beispiel diese Themen:

  • zu Hause: Kinderzimmer, Küche, Wohnzimmer etc.
  • in der Einrichtung: Gruppenraum, Außengelände, Essraum, Eingang/Garderobe ...
  • auf der Straße: Bushaltestellen, Schaufenster, in der U-Bahn usw.
  • Computer und Internet: Der Rechner, Bildschirm und: Websites für Kinder

Welche Themen die Wimmelbilder haben sollen, entscheiden die Kinder. Gruppenweise fertigen sie Fotos von den Dingen und Räumlichkeiten an. Darunter sind Fotos, auf denen keine Werbung zu sehen ist und Fotos, auf denen Werbung vorkommt. Zum Beispiel eine Tüte mit Logo auf der Küchenanrichte, ein aufgeschlagener Prospekt auf dem Esstisch, eine lila Tafel Schokolade im Gruppenraum, die Bushaltestelle mit und ohne Werbeplakat usw. 

Jede Gruppe hat ein Thema und ihrer Kreativität beim Fotografieren sind keine Grenzen gesetzt. Die Gruppe „Computer und Internet“ erstellt außerdem Screenshots von den Kinderwebsites. Und auch hier gilt das Prinzip, mal mit, mal ohne Werbung. Zeichnungen oder Scans von Seiten aus Zeitschriften können das Bildmaterial bereichern.

Wimmelseiten erstellen

Nachdem die Kinder ihr Bildmaterial zusammen und ausgewählt haben, geht's ans Erstellen der thematischen Wimmelseiten. Dazu werden auf den Präsentationsfolien die Fotos und anderes Bildmaterial nach Belieben der Kinder jeweils als Collage angeordnet.

  • Die Fotos können klein oder groß sein, sie können umrahmt oder verziert sein. All das bleibt der kindlichen Gestaltungsfreude überlassen. Hauptsache es „wimmelt“ nur so von Fotos. Das erhöht den Schwierigkeitsgrad für die Spielenden.
  • Jede Folie versteckt zwei, höchstens drei Fotos, auf denen Werbung vorkommt, alle anderen Fotos bzw. Bilder sind werbefrei.
  • Die Fotos mit Werbung werden so animiert, dass sie beim Anklicken groß erscheinen oder blinken oder dazu Applaus ertönt.
  • Jede Folie kann außerdem eine Art Titel haben, der dazu herausfordert, eine bestimmte Anzahl von Werbe-Fotos zu finden.
  • Je nach Gruppengröße und Menge des Materials können so mindestens 4 bis 5 Rätsel-Seiten entstehen. Natürlich dürfen die Startseite und die letzte Seite, auf der alle Mitwirkenden vermerkt sind, nicht fehlen.

Ein Tipp: Einfachere Wimmelseiten lassen sich auch schon mit den jüngsten Grundschulkindern erstellen. Die älteren Kinder wiederum dürften ihre Freude daran haben, auf ihren Wimmelseiten auch solches Bildmaterial zu verstecken, auf dem Werbung nicht auf Anhieb zu identifizieren ist. Etwa, wenn in einem Text ein Produkt oder ein Sponsor verlinkt ist, oder wenn auf der Seite einer Kinderzeitschrift Wissenswertes zu lesen und gleich dazu ein Gewinnspiel samt ausgelobten Preis platziert sind. 

Präsentieren und berichten

Bei der Präsentation des Rätsels darf das Publikum auch gleich mal spielen. Dazu schildern die Kinder, worum es in ihrem Lernspiel geht, wie sie vorgegangen sind und welche Erkenntnisse sie in punkto „Werbung im Netz“ gewonnen haben. Auf CD gebrannt können sie das Rätsel an Freunde und Eltern verschenken. Denkbar ist auch die Veröffentlichung auf der Website der Einrichtung, auf der es allen interessierten Kindern zugänglich gemacht und von einem kleinen Erfahrungsbericht der beteiligten Mädchen und Jungen begleitet wird.

Ziele

  • sich bewusst mit der Vielfältigkeit von Werbung im Internet und im Alltag beschäftigen
  • die Wahrnehmung schärfen, um Werbung von redaktionellen Inhalten zu unterscheiden
  • selbst kreativ werden
  • ziel- und problemorientiertes Arbeiten in der Gruppe

Variationen

 

 

 

 

 

Die Einrichtung wird zum Tonstudio

Statt mit Applaus aus der Konserve, applaudiert und jubelt die Gruppe. Dazu kann außerdem ein Kind sprechen und erklären, um welche Art von Werbung es sich handelt. Etwa „Super, du hast die Werbung entdeckt: das Logo auf dem Schulranzen“. Diese individuellen Tondateien zu erstellen erfordert dann noch mal etwas mehr Zeit: ca. 2 bis 3 Tage à 2 Stunden.


Ein Tipp: Eingefügte Tondateien sind in PowerPoint mit einem Lautsprecher symbolisiert. Der lässt sich für die Präsentation über das Soundtool ausblenden – sonst wissen die spielenden Kinder ja sofort, welches die gesuchten Bilder sind.

Rätselvariante

Zur dargestellten Werbung gilt es den richtigen Spruch herauszuhören. Auch bei dieser Variante müssen Sie mit mehr Zeitaufwand kalkulieren. In diesem Fall wird zu einer Produktwerbung verschiedenes Bildmaterial angeordnet.

  • Von den Kindern selbst gesprochene, ganz verschiedene Werbesprüche kommen als Tondateien dazu.
  • Diese sind jetzt gut sichtbar als Lautsprecher auf der Seite symbolisiert und ertönen beim Klick.
  • Nur einer der Sprüche passt zur abgebildeten Werbung. Welcher ist es? Mit Klick auf die nächste Seite gibt es die Auflösung. Selbstverständlich mit hinterlegtem Applaus.

Hinweise & Besonderheiten

Diese Methode lässt sich gut mit der Methode „Überall Werbung oder was? – Werbung unter der Lupe“ verbinden. Kleinere einfachere Werberätsel können auch schon die jüngsten Grundschulkinder erstellen. Die älteren Kinder wiederum dürften ihre Freude daran haben, auf ihren Wimmelseiten auch solches Bildmaterial zu verstecken, auf dem Werbung nicht so schnell zu identifizieren ist. Etwa, wenn innerhalb eines Textes ein Produkt oder Sponsor verlinkt ist, oder wenn auf der Seite einer Kinderzeitschrift Wissenswertes zu lesen und gleich dazu ein Gewinnspiel samt ausgelobten Preis platziert ist.

Material

  • 5 Fotoapparate
  • 5 PCs mit Internetanschluss, ggfls. Scanfunktion
  • Präsentationsprogramm 
  • digitale Aufnahmegeräte und Mikrofone
  • leere CD