YouTube entschlüsselt: Selbst zum Medienmacher werden

Alter ab 12 Jahren

Gruppe 10-15

Dauer 5 Tage á 2 Stunden

Austauschen, sammeln und bewerten

Eine einführende Diskussion nimmt das Phänomen YouTube und dessen Attraktivität für ältere Kinder in den Blick. Die Mädchen und Jungen können sich zum Beispiel gegenseitig interviewen,

  • was sie an YouTube toll finden,
  • was sie stört, und
  • was sie verbessern würden.

Gemeinsam erstellen sie eine Liste mit ihren beliebtesten YouTube-Kanälen und arbeiten dazu heraus, was aus ihrer Sicht die Besonderheit und Qualität der einzelnen Angebote für deren Nutzerinnen und Nutzer ausmachen.


Das eigene YouTube-Projekt erstellen

Im Anschluss bilden sich Kleingruppen (etwa zu 4 bis 6 Mädchen und Jungen), die gemeinsam ihr eigenes YouTube-Projekt produzieren. Dazu überlegt sich jede Gruppe zunächst ein Thema bzw. die inhaltliche Ausrichtung „ihres“ Kanals.

Leitende Fragen können zum Beispiel sein:

  • Um welches Thema soll es gehen?
  • Welchen Nutzerwert soll der Kanal haben?
  • Wie soll die Ansprache seiner Nutzerinnen und Nutzer sein?
  • Welches Format soll er haben?

Als nächstes erstellen die Gruppen mithilfe eines Google+ Kontos ihren eigenen Kanal. Da das Projekt zu Trainingszwecken durchgeführt wird, sollte ein Fake-Konto eingerichtet werden. Wichtig ist es, keine persönlichen Daten preiszugeben.

Ob die Kinder tatsächlich ein Video anfertigen, das sie dann hochladen können, hängt von den technischen und zeitlichen Möglichkeiten Ihrer Einrichtung ab. Hilfestellungen und Tipps zur Produktion von Videos mit Kindern erhalten Sie hier:

Doch auch ohne ein eigenes Video lassen sich die YouTube-Tools zur Werbung und Vermarktung prima ausprobieren. So oder so aber benötigen die Kinder gegebenenfalls Erklärungen zu Fachbegriffen und Funktionen.

Präsentieren, diskutieren und dokumentieren

Im Plenum tragen die Gruppen ihre jeweiligen Ideen und Erfahrungen zusammen, stellen ihre etwaigen Videos vor und diskutieren sie ihre Erkenntnisse. Zusätzlich bietet es sich an, die Gruppendiskussion als Video- oder Audiodokumentation festzuhalten, die dann zum Beispiel auf Elternabenden oder im Austausch mit anderen Gruppen der Einrichtung zum Einsatz kommt. Vorausgesetzt natürlich, die Kinder sind damit einverstanden.

Ein Tipp: Es empfiehlt sich, bei der Diskussion auch das Thema „persönliche Daten“ anzusprechen, um die Kinder neben den Vermarktungsstrategien auch für das Datensammeln von google und anderen Dienstanbietern zu sensibilisieren.

Ziele

  • das Geschäftsmodell hinter YouTube verstehen
  • Internet-Werbeformen kennenlernen
  • praktische Erfahrungen mit Videoplattformen machen
  • selbst kreativ werden

Variationen

Wenn ein Video zu Testzwecken produziert werden soll, kann ein „Erklärvideo“ gute Dienste leisten, das auf Stopptrick-Verfahren basiert. So müssen keine „echten“ Personen präsentiert und  dennoch kann ein konkretes Thema bearbeitet werden. Software und Hilfestellungen zu Thema „Erklärvideo“ finden Sie unter „Links und Tipps“.

Hinweise & Besonderheiten

Bei der Auswahl eines Themas für ihr eigenes YouTube-Projekt sind den Kleingruppen (fast) keine Grenzen gesetzt. Unbedingt ist jedoch streng darauf zu achten, dass sie keine juristisch bedenklichen Inhalte wählen, etwa rassistische, gewaltverherrlichende oder extremistische Inhalte.

Material

  • 10-15 PCs oder Tablet-Computer mit Internetzugang