Ich wünsch mir was – zum Umgang mit Taschengeld

Alter ab 8 Jahren

Gruppe 10-20

Dauer 3 Tage á 2 Stunden

Austausch der Erfahrungen

Um die Kinder auf das Thema einzustimmen, tauschen sie sich zunächst dazu aus, wodurch ihnen Konsumwünsche entstehen und wie sie sich ihre Wünsche erfüllen (können). Mögliche Impulsfragen:

  • Wer ist wichtiger für eure Wünsche: die Medien, zum Beispiel das Fernsehen (Stichwort Werbung), oder eure Freundinnen und Freunde?
  • Wann habt ihr euch das letzte Mal etwas gekauft, das ihr aus der Werbung kennt?
  • Warum wolltet ihr es kaufen? Hat euch an der Werbung zu dem Produkt etwas überzeugt oder besonders angesprochen?
  • Was macht ihr, um euch eure Wünsche erfüllen zu können? Spart ihr dafür euer Taschengeld? Steuern euch Großeltern (oder andere Erwachsene) einen Zuschuss bei? Andere Ideen oder Erfahrungen?

Kleine Umfrage unter Gleichaltrigen

Mithilfe eines Textverarbeitungsprogramms entwickeln die Kinder einen Fragebogen, mit dem sie andere Kinder zu deren Umgang mit dem Taschengeld befragen.

Zum Beispiel zu diesen Themen:

  • Für was wird das Taschengeld ausgegeben?
  • Wie schnell wird es ausgegeben?
  • Wird etwas vom Taschengeld gespart?

Auch zu den Konsumwünschen durch Werbung überlegen sich die Kinder Fragen. In kleinen Teams führen sie anschließend auf dem Schulhof oder in anderen Einrichtungen ihre Interviews durch, die sie zusätzlich mit einem Audioaufnahmegerät aufnehmen.

Auswerten, produzieren und präsentieren

Nach der Auswertung ihrer Interviews halten die Gruppen zu den einzelnen Fragen wichtige Ergebnisse fest. Diese bereiten sie kreativ auf, etwa als digitale Präsentation. Originaltöne aus den Interviews oder schriftliche Zitate machen die Präsentation lebendig. Sie kann auf Elternabenden ebenso zum Einsatz kommen wie auf Projekttagen oder am Tag der offenen Tür.

Ziele

  • Reflexion für den Umgang mit dem eigenen Geld und eigenen Bedürfnissen
  • Sensibilisierung für den Einfluss von Werbung auf Wünsche
  • unterschiedliche Medien erproben
  • Auswertung verschiedener Informationen

Variationen

So oder so?
Um sich über ihre eigenen Gewohnheiten bewusst zu werden, können die Kinder in kleinen Gruppen folgendes Szenario bearbeiten und die Ergenisse ihrer Diskussion im Plenum vorstellen. Zum Beispiel zu diesem Szenario:

Du bekommst in der Woche 7 Euro Taschengeld und hast schon verschiedene Ideen, was du damit anstellen kannst. Einerseits hättest du gerne ein neues Fahrrad, das aber 150 Euro kostet, wofür das Geld einer Woche natürlich nicht ausreicht. Andererseits würdest du dir gerne eine Zeitschrift für 3 Euro kaufen. Wie setzt du nun dein Geld ein? Was machst du mit dem Rest, wenn etwas übrig bleibt? Für was brauchst du dein Geld sonst noch?

Damals und heute

Statt Gleichaltrige zu interviewen, können die Mädchen und Jungen auch ein Mehr-Generationen-Projekt starten und ihre Eltern, Großeltern etc. nach der Höhe ihres damaligen Taschengeldes befragen. Je nach medialen Kenntnissen der Kinder kann daraus auch eine kleine Reportage entstehen: als Film, Hörprodukt, PowerPoint-Präsentation oder als Artikel für die Hort- bzw. Schülerzeitung.

Hinweise & Besonderheiten

Vorsicht: Es bestehen sicher Unterschiede in der Taschengeldhöhe bei den Kindern in der Gruppe. Im Mittelpunkt der Methode steht nicht, wie viel Geld ein einzelnes Kind bekommt (und ob dieses angemessen ist), sondern wie die Mädchen und Jungen mit ihrem Geld umgehen.

Material

  • 10 PCs oder Tablet-PCs mit Internetzugang
  • 10 Audioaufnahmegeräte
  • Auswertungsbögen