Mit eigenen Worten erklärt – Ein visuelles Wörterbuch zur Onlinewerbung

Alter ab 10 Jahren

Gruppe 10-20

Dauer 5 Tage á 2 Stunden

Den Begriffen auf der Spur

In Zweier-Teams begeben sich die Kinder auf Internetrecherche. Jedes Team erhält einen „Fachbegriff“ aus der Online-Werbung, für den es nach Erläuterungen und Beispielen sucht. Kinderseiten wie das Internet-ABC sind dafür eine ergiebige Informationsquelle, während sich auf kommerziellen Kinderseiten sicher das eine und andere Anschauungsbeispiel findet. Zu den Erläuterungen machen sich die Kinder Notizen und halten auch fest, was sie nicht verstehen bzw. zu welchen Aspekten sie Fragen haben.

Ein möglicher Auftrag

Im Internet gibt es ganz verschiedene Formen von Werbung und sicher kennt ihr schon einige. Was wisst ihr über Pop-ups? Beim Internet ABC könnt ihr dazu hier nachlesen: www.internet-abc.de.

  • In euren Worten: Macht euch Notizen, wie ihr den anderen Kindern diese Werbeform erklären möchtet. Woran ist ein Pop-up zu erkennen? Was ist besonders daran? Schreibt euch auch auf, wenn ihr etwas nicht verstanden oder Fragen habt.
  • ein Beispiel finden: Sucht auf der Seite www.toggo.de ein Beispiel für ein Pop-up, das ihr dann den anderen zeigt.

Präsentieren und diskutieren

Im Plenum stellt jedes Team den anderen Kindern „seine“ Werbeform vor und zeigt dazu (über Beamer) das entsprechende Beispiel. Die Fragen der Kinder werden in der Runde geklärt oder – sofern nötig – gemeinsam im Internet recherchiert. Danach tragen alle gemeinsam die wichtigsten Merkmale der verschiedenen Werbeformen zusammen und halten sie auf Flipchart oder Tafel fest.

Zum Abschluss diskutieren die Kinder das Für und Wider von Werbung im Netz. Dazu berichten sie auch von ihren eigenen Erfahrungen. Themen für die Gesprächsrunde können zum Beispiel diese sein:

  • Welche Werbung stört/nervt die Kinder? Welche gefällt ihnen?
  • Bei welcher Werbeform wissen sie immer sofort, dass es sich umWerbung handelt? Bei welcher nicht?
  • Sind ganze Produktseiten (z.B. Lego) in ihren Augen echte Werbung?
  • Ist es gut, wenn Stars Werbung machen?
  • Sollen auf Seiten für Kinder Gewinnspiele sein?
  • Was machen die Kinder, um Werbung zu umgehen? Was würden sie anderen Kindern raten?

Die wichtigsten Erkenntnisse werden ebenfalls zusammengetragen und dokumentiert.

 

Das visuelle Wörterbuch erstellen

Recherche und Diskussion bilden hierfür die Grundlage. Zum Fachbegriff formulieren die Kinder in ihren eigenen Worten (oder Wortkreationen), welche Art von Werbung sich dahinter verbirgt und woran sie auf einer Website zu erkennen ist. Dazu veranschaulichen sie mit Screenshots ihre Erläuterungen und geben Tipps dazu, worauf es aufzupassen gilt bzw. wie sich die beschriebene Online-Werbung umgehen lässt. Etwa durch den „Pop-up-Blocker“ des Browsers.


Ob als gedrucktes Buch oder als digitale Version, zum Beispiel für die Homepage der Einrichtung, das „Visuelle Wörterbuch“ kann auf einem Elternabend ebenso zum Einsatz kommen wie es „Verkaufsschlager“ auf dem Sommerfest sein kann oder ein Geschenk für befreundete Einrichtungen.

Ziele

  • sich mit Wortbedeutungen aus der Werbewelt beschäftigen und Vorstellungen dazu entwickeln
  • darüber verschiedene Erscheinungsformen der Online-Werbung gezielt erkennen
  • das Internet als Informationsquelle nutzen lernen
  • selbst kreativ werden
  • ziel- und problemorientiertes Arbeiten in der Gruppe

Variationen

Das „Visuelle Wörterbuch“ kann fortgeschrieben werden, zum Beispiel zum Thema Datenschutz und Online-Shops oder zu weiteren Werbeformen in anderen Medien.

Hinweise & Besonderheiten

Kennzeichnungen wie „Anzeige“ (z.B. bei Suchmaschinen) oder versteckte Werbung wie Sponsoren- oder Markennennung, Stars als Werbeträger oder ganze Produktwebsites von Herstellern (etwa von Lego) müssen natürlich ebenfalls ins Wörterbuch. Je älter und interneterfahrener die Kinder sind, desto leichter fällt es ihnen, für diese Formen treffende Beschreibungen zu formulieren.

Material

  • PCs oder Tablet-Computer mit Internetzugang
  • Beamer
  • Drucker
  • Flipchart oder Tafel
  • ggf. Material zum Binden und Laminieren von Büchern